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Herzlich willkommen!

Wir begrüßen Sie herzlich auf den Internetseiten des Heimatkreises Wirsitz.

Wir  möchten Sie über den Kreis und den Heimatkreis Wirsitz informieren, Ihnen Bilder von einst und jetzt zeigen, Ihnen Termine und Aktuelles mitteilen, Ihnen die Gesellschaften der Deutschen Minderheit in Schneidemühl/Piła und Bromberg/Bydgoszcz vorstellen und Ihnen Tipps für Reisen nach Westpreussen und in den Kreis Wirsitz geben.          

Informationen können Zahlen, Daten und Fakten wiedergeben, sie können aber auch Subjektives zum Ausdruck bringen, das für den, der es erlebte, wichtig ist. Informationen, subjektive Erlebnisse und Erinnerungen aus der Heimat, die die damalige deutsche Bevölkerung verlassen musste. Unsere Internetseiten sollen also nicht nur eine rein wissenschaftliche Beschreibung eines einst deutschen Kreises sein, sondern auch Erinnerungen wiedergeben, die von vielen Generationen erzählt, teilweise niedergeschrieben oder auf Fotos festgehalten wurden. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts und das Leid, das über die Völker Europas gebracht wurde, ist nicht die Schuld jener Menschen, die während des 2. Weltkriegs und danach ihre Heimat verlassen mussten. Es ist auch nicht die Schuld derer, die auf Schlachtfeldern, in Konzentrations- und  Internierungslagern ihr Leben lassen mussten. Der Tod unterscheidet nicht welcher Nationalität und welcher Konfession ein Mensch angehört. Hinter jedem einzelnen Schicksal verbirgt sich eine menschliche Tragödie und unter den menschenverachtenden Diktatoren des 20. Jahrhunderts litten alle Völker. Überall gab es Opfer und Täter. Das absolut düsterste Kapitel ist zweifellos der Holocaust an der deutschen jüdischen Bevölkerung und in den besetzten Gebieten, ca. 6 Millionen Menschen wurden von den Nationalsozialisten systematisch ermordet. Die Deportationen und Vertreibungen während und nach dem 2. Weltkrieg stellen ein weiteres düsteres Kapitel des 20. Jahrhunderts dar, die keineswegs erst mit der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen Ostgebieten und anderen Siedlungsgebieten begann, von der knapp 12 Millionen Menschen betroffen waren und die 2,1 Millionen Todesopfer forderte. Alle Opfer mahnen uns zu Frieden, Toleranz, Verständigung und Aussöhnung. 

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer und damit der "Eiserne Vorhang". Der "Kalte Krieg" ist vorbei, Grenzen verlieren an Bedeutung oder sind schon kaum noch als solche zu sehen. Zahlreiche Kontakte bis hin zu Freundschaften über Grenzen hinweg lassen uns immer weiter zusammen wachsen. Wer hätte das vor 1989 für möglich gehalten?           

Was ist wahr, was kann man glauben, was nicht? Diese Frage ist of gar nicht so einfach zu beantworten. Sehr nachdenklich stimmte die Inschrift eines Gedenksteins vor der Potsdamer Nikolaikirche:

"In schlimmer Weise vergeht man sich gegen das Recht des geschichtlich gegebenen, und überhaupt gegen jedes menschliche Recht, wenn man Völkerschaften das Recht auf das Land, das sie bewohnen, in der Art nimmt, dass man sie zwingt, sich anderswo anzusiedeln. Dass sich die Siegermächte am Ende der zweiten Weltkriegs dazu entschlossen, vielen hunderttausend Menschen dieses Schicksal, und noch dazu in der härtesten Weise, aufzuerlegen, lässt ermessen, wie wenig sie sich der ihnen gestellten Aufgabe einer gedeihlichen und einigermaßen gerechten Neuordnung der Dinge bewusst wurden".

Es handelt sich um ein Zitat Albert Schweizers aus seiner Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo am 4.11.1954: „Das Problem des Friedens in der heutigen Welt“.

Lohnt es sich überhaupt noch sich mit Westpreußen zu beschäftigen? Ist nicht alles Geschichte, die nur noch wenige interessiert? Die Herausforderungen sind heute gewiss andere als sie es bei der Gründung der Landsmannschaft waren. Damals - und das ist wirklich Geschichte - hofften viele der aus ihrer Heimat vertriebenen oder geflüchteten Westpreußen auf eine Rückkehr. Die Erlebnisgeneration, also jene, die noch in Westpreußen geboren und aufgewachsen sind, wird immer kleiner und ist bereits weitestgehend verstorben. Heute ist Westpreußen unzweifelhaft ein Teil der Republik Polen, die einstige Provinz gibt es als Verwaltungseinheit nicht mehr. Die Republik Polen ist ein verlässlicher Partner in Europa. Der europäische Gedanke wird von der polnischen Bevölkerung ohne "wenn und aber" getragen, das zeigte u.a. die Wahl am 9. Oktober 2011. Die polnische Bevölkerung erteile radikalen nationalistischen Vorstellungen eine deutliche Absage. Die deutsch-polnische Geschichte besteht aber nicht nur aus den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Ein reiches, über Jahrhunderte gewachsenes Kulturerbe gilt es zu wahren und an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Dies ist eine aktuelle Aufgabe europäischen Ranges.           

 

Impressum:

Heimatkreis Wirsitz

Vorsitzende: Helga Plöger, Teutoburger Straße 4, 33604 Bielefeld, Tel.: 0521-171705

Stellvertreter: Karla Weyland und Dr. Siegfried Wrase

Verantwortlich für den Inhalt: Helga Plöger

Telefon
0521-171705
Postadresse
Teutoburger Straße 4, 33604 Bielefeld
E-Mail
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