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An dieser Stelle veröffentlichen wir gerne Artikel, Aufsätze und Bilder, die uns Besucher unserer Seiten schicken.
Evangelische Friedhöfe: Nach 65 Jahren ist von den evangelischen Friedhöfen nur wenig erhalten. Zum einen wurden sie nach 1945 verwüstet, Gruften wurden aufgebrochen, Denkmäler umgestoßen, zerschlagen und abtransportiert. In den meisten Fällen sind die Friedhöfe, sofern überhaupt noch erhalten, zugewuchert. Aber es gibt auch Ausnahmen, an manchen Orten sind noch Grabsteine mit deutschen Inschriften zu finden. So schickte uns zum Beispiel Herr Jan Gajewski Bilder des evangelischen Friedhofs aus Netzthal (Osiek), wofür wir herzlich danken!
Wernher von Braun, ein Lebenslauf verfasst von Oberstudiendirektor a.D. Hans-Jürgen Kämpfert: Wernher von Braun wurde am 23. März 1912 in der Kreisstadt Wirsitz im Regierungsbezirk Bromberg der preußichen Provinz Posen als zweiter von drei Söhnen des dortigen Landrats Magnus Freiherr von Braun geboren. Sein Vater war 1911 als kommissarischer Landrat in den fruchtbaren Kreis an der Netze versetzt worden. Es gelang ihm in kurzer Zeit den durch den Neubau einer "Rübenbahn" verschuldeten Kreis auf den Weg zur Sanierung zu bringen. Schon 1915 ging die Familie nach Berlin, wo der Vater zunächst in führender Position bei der Deutschen Raiffeisenbank, dann beim Generalverband der Deutschen Raiffeisen-Genossenschaften tätig war und ab 1932 schließlich Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft unter Papen und Schleicher wurde. Die väterliche Familie war seit mehreren Generationen in Ostpreußen ansässig gewesen und stammte ursprünglich aus dem schlesischen Uradel. Wernher von Braun besuchte in Berlin das Französische Gymnasium und die Hermann-Lietz-Internate bei Weimar und auf Spiekeroog. Nach dem Abitur war er Praktikant in der Maschinenfabrik August Borsig in Berlin und Student an der Technischen Hochschule Berlin. Seine Doktorarbeit über "Konstruktive, theoretische und experimentelle Beiträge zu dem Problem der Flüssigkeitsrakete" an der Berliner Universität weist auf seinen künftigen Lebensweg hin. Schon als Student war er Mitglied des "Vereins für Raumschiffahrt" geworden und lernte bei zahllosen Experimenten mit Raketen die Forscher Hermann Oberth, Rudolf Nebel, Klaus Riedel u.a. kennen. Wernher von Braun wurde bereits 1932 Angestellter des Heereswaffenamtes in dessen Raketenabteilung und ab 1937 Technischer Leiter der Heeresversuchsanstalt in Peenemünder auf der Insel Usedom. Hier entstand eine gigantische Einrichtung zur Erforschung, Entwicklung und Produktion von Raketen und deren Antrieb. Am 3. Oktober 1942 kennzeichnet der erfolgreiche Start einer "A 4 -Rakete" den "Beginn der Weltraumfahrt". Aus dieser Rakete entstand die V 2, die "Vergeltungswaffe 2", die noch kurz vor Ende des Krieges eingesetzt wurde. Wernher von Braun und seine führenden Mitarbeiter befanden sich stets in einem fundamentalen Gegensatz zwischen der Zugehörigkeit zu den nationalsozialistischen Parteigremien und ihrem Wunsch,eine Rakete zu bauen, zwischen der Produktion einer Waffe und der friedlichen Forschung zur Erkundung des Weltraums. Am Kriegsende ergab er sich mit einem Teil seiner Mitarbeiter den Amerikanern, und erhielt in Texas und Neu Mexiko die Gelegenheit zu weiterer Forschung. Nach zahllosen Schwierigkeiten gelang es von Braun und seinen Mitarbeitern im Jahre 1958 den ersten Satelliten der USA, Explorer 1, auf eine Umlaufbahn um die Erde zu bringen und 1969 mit Apollo 11 die erste Mondlandung durchzuführen. Er gewann dadurch in den USA und weltweit große Anerkennung und Berühmtheit. Am 16. Juni 1977 erlag er einem Krebsleiden. |
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